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Biograd

Die Stadt Biograd mit etwa 6000 Einwohnern wurde in der Römerzeit gegründet und kann auf eine bedeutende Tradition zurückblicken: Seit dem 11. Jahrhundert war sie die Krönungsstadt der kroatischen Könige, im Jahr 1059 wurde sie außerdem Bischofssitz.
Das Städtchen wurde jedoch von mehreren Zerstörungen heimgesucht und genauso häufig wieder aufgebaut. Im 12. Jahrhundert fielen die Venezianer ein, um 1521 und erneut im Jahr 1646 richteten türkische Angreifer verheerende Schäden an, und im ausgehenden 20. Jahrhundert lag die Stadt unter serbischem Artilleriebeschuss.

Schon in den 1920er Jahren avancierte der Ort zu einem beliebtem Touristenzentrum. Mit seiner Lage in unmittelbarer Nähe zu der Inselgruppe der Kornaten, dem besonders bei Anglern beliebten Naturpark “Vrana See” und den Nationalparks um die nahegelegene Stadt Zadar bietet er Urlaubern vielfältige Ausflugsmöglichkeiten. Die beiden modernen Marinen der Stadt halten heute Liegeplätze für bis zu 1000 Boote bereit und sind ein beliebter Anlaufhafen für Segler aus aller Welt. Die nahe der Stadt gelegene Soline Bucht, die von einem Kiefernwald umgeben wird, lädt zum Baden in einer landschaftlich reizvollen Umgebung ein. Bis heute hat sich in der Innenstadt mit ihren schmalen verwinkelten Gässchen die mittelalterliche Struktur erhalten, die jeden Stadtbummel zu einem historischen Erlebnis macht. Eine besonders schöne Aussicht auf die vorgelagerten Inseln lässt sich dabei vom Kirchplatz aus genießen. In Biograd finden Besucher zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten sowie Kneipen und Restaurants mit dalmatischen Spezialitäten und dem geschätzten Wein der Region. Speziell in den Sommermonaten lockt die Stadt außerdem mit verschiedenen Konzerten und Kulturveranstaltungen.

Sehenswert ist in Biograd selbst vor allem das Stadtmuseum mit frühchristlichen und römischen Relikten, auch die Überreste einer römischen Villa und die Pfarrkirche St. Anastasia von 1761 mit einem goldgefassten barocken Altar lohnen einen Besuch. Etwas außerhalb der Stadt lassen sich ein römisches Aquädukt und verschiedene vorgeschichtliche Fundstätten besichtigen. Im Gegensatz zu einigen imposanten Sakralbauten, die der Zerstörung vollständig zum Opfer gefallen sind, konnten auch Reste der Klosterkirche St. Johannes noch erhalten werden.

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