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Insel Ugljan

Die dicht vor der Küste bei Zadar gelegene Insel Ugljan mit etwa 7500 Einwohnern ist wegen ihrer mediterranen Pflanzenvielfalt als die “grüne Insel” bekannt. Im Landesinneren werden vor allem Wein, Oliven und eine Vielzahl von Obstsorten angebaut. Die insgesamt neun größeren Ortschaften ziehen sich an der Ostküste entlang, deren flache Strände in windgeschützten Buchten bei Badeurlaubern und Tauchern bliebt sind. Die steile Westküste entfaltet demgegenüber ihren eigenen landschaftlichen Reiz und lässt sich am besten auf beschilderten Wander- und Radwegen erkunden.
Der Hauptort Ugljan mit etwa 1000 Einwohnern verfügt über einen Fischerei- und Yachthafen, einige Restaurants und Einkaufsmöglicheiten. Im Hafen können Urlauber sich Kajaks und Tretboote ausleihen oder Ausflüge zu den Inseln Pasman und Kornati und zum Festland unternehmen. Speziell in den Wintermonaten finden auf der Insel Jagden auf Fasane und Kaninchen statt, an denen sich auch Touristen beteiligen können.

Ugljan wurde schon vor über 3000 Jahren besiedelt und bietet zahlreiche historisch interessante Überreste aus allen Epochen. Die frühesten Bewohner waren die Libuner, bevor im ersten Jahrhundert vor Christus römische Eroberer vor allem den nordwestlichen Teil prägten. Neben antiken Bauwerken sind jedoch auch viele Zeugnisse späterer Jahrhunderte erhalten geblieben, so verfügt Ugljan ebenso über frühchristliche Kirchen wie über sehenswerte mittelalterliche und barocke Bauten. Die Hauptattraktion der Insel bildet das Franziskanerkloster des heiligen Jeronim aus dem 15. Jahrhundert direkt am Kap vor dem Hauptort Ugljan. Der einschiffige Sakralbau im gotischen Stil beherbergt romanische Kapitelle des Baumeisters Juraj Kukaci-Zavaliska.
Die ältesten Funde der Insel von der Jungsteinzeit bis zur Antike beherbergt die Villa rustica in Muline. Hier können Besucher anhand der ausgestellten Alltagsgegenstände, wie zum Beispiel Steinpressen zur Olivenölgewinnung, interessante Einblicke in die Lebens- und Arbeitsbedingungen der ersten Siedler erhalten. Weiterhin lohnen in der nahen Umgebung eine altchristliche Basilika und die Reste einer Ölmühle aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert eine Besichtigung. Von hier aus bietet sich auch eine kurze Wanderung zu der Ruine einer mittelalterlichen Burg auf dem Hügel Kuran an, der außerdem Ausblicke auf die luxuriösen Sommerresidenzen der Insel bietet.

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