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Sibenik könnte sehenswertes Vorbild für die Häfen der Adria werden

23 März 2010 No Comment

Sibenik, die Stadt ohne Hafen, was heutzutage, wo jede Stadt seine maritimen Kapazitäten erhöht,  schon ein Phänomen ist, könnte jetzt gleich zwei Häfen bekommen.

Den ersten hat schon die Stadtverwaltung abgewunken und wird wahrscheinlich in der Umgebung von Dolac, in Pekovac, dem traditionellen aber wilden Anlegeplatz Sibeniks, gebaut. Der zweite mögliche Standort ist auf der gegensätzlichen Seite des Hafens, neben der Halbinsel Mandalina, in der Bucht Vrnaz, welche auch traditionell, aber wild, hässlich und verwüstet ist.

Natürlich werden Investoren und Unternehmen auf die zwei Standorte, die nun beide erstmal wieder hergerichtet werden, aufmerksam.  Schon hat der junge Sibeniker Geschäftsmann Stanko Kandic laut darüber nachgedacht, bei Vrnaz sein Projekt eines „ökologischen Hafen“ durchzuführen, wenn sein Vorschlag genehmigt wird, und soll damit ein Vorbild für alle Häfen der Adria werden.

„Die Grundidee besteht darin, den Bau des Hafens und die Nutzung für den maritimen Tourismus nach weltweiten Öko-Standards durchzuführen und viel Gewinn mit maximalem Umweltbewusstsein zu bekommen. Mein Projekt wird vom „Ruder Boskovic“ unterstützt, dem Institut zur Erforschung des Meeres, weitere Unterstützung gab es von Ministerium vom Meer, dem Ministerium für Umweltschutz, dem Wirtschaftsministerium, und der Fond für Energie-Effizienz wird das Projekt subventionieren.“, so Kandic.

Aber was verlangt dieser „Ökohafen“?

Laut Kandic ökologische Materialien beim Bau verwenden, die Nutzung erneuerbarer Energien und die Reinigung des Abwassers, also die gesamte Infrastruktur muss möglichst effizient und sparend ablaufen.

Bei jedem Anlegeplatz kann man das alte Öl und die anderen verdreckten Flüssigkeiten direkt vom Schiff abpumpen, so dass sie nicht einfach im Meer raus gelassen werden, es würde ökologische Farbe für die Teile unter Wasser verwendet werden und es würden Solarbetriebene sparsame Lampen verwendet werden.

Auch würde das abgepumpte Wasser recycelt und für Wartungsarbeiten wieder verwendet werden. Und das ist nicht alles.

Im geplanten Ökohafen soll auch ein Bildungszentrum von „Ruder Boskovic“ für die Öffentlichkeit entstehen, bei dem das gewünschte Verhalten am Meer erklärt wird. Die Wissenschaftler wären schon bei der Vergabe der Konzession mit dabei, um den Zustand des Meeres vor, während und nach dem Bau zu vergleichen, auch mit denen normaler Häfen.

Die Idee geht so weit, bei den Service- und Dienstleistungen, also beim Lebensmittelverkauf, Angebot von Bootsersatzteilen, etc., keine Plastikbeutel, sondern nur umweltschonende Beutel auszugeben.

Kandic meint, das es besonders bedeutvoll ist, das der Ökohafen in der Bucht vor Sibenik gebaut wird, einer der fünf Schutzgebiete, da sich dort in der Nähe gleich 2 Nationalparks befinden.

„Bei Vrnaz sind 2 Häfen geplant, einer mit 200 Anlegeplätzen und der zweite, ein Sporthafen, auch mit 200 Anlegeplätzen. Heute ist es einfach solche Projekte zu finanzieren, denn jedem ist klar, das das ein profitables Geschäft ist. Mit dem Projekt geh ich trotzdem auf den EU-Fond, damit ich auf irgendeine Weise die Kosten wieder amortisieren kann, denn es ist klar das es beim Bau unterschiedlich hohe Investitionsspannen zwischen Handels, klassischen und ökologischen Häfen gibt. Wenn solch ein Projekt durchkommt, dann ist damit ein ganz neuer Hafentyp entwickelt worden und wird das Denken bei zukünftigen Neubauten an der adriatischen Küste für immer verändern“, sagt Stanko Kandic.

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