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Das Aquarium in Split – Idealer Ort für Fische, Muscheln und Schiffsmodelle

21 März 2010 No Comment

Split war die erste Stadt an der kroatischen Küste die ein öffentliches Aquarium hatte. Viele Spliter erinnern sich noch daran wie sie als Kinder beim Institut am Kap Marijan die Unterwasserwelt durchs Glas vom Becken beobachtet haben. Jährlich haben ca. 30 bis 40 Tausend Bürger, Studenten und Touristen das Aquarium besucht.

1960 haben in den ersten zehn Monaten sogar 56.000 Besucher das Aquarium besucht. Es wurde 1986 wegen hygienischen und gesundheitlichen Gründen geschlossen. An seiner Stelle kam ein Laichplatz, und die Experten des Instituts für Meereskunde und Fischerei kamen zu dem Schluss, dass das neue Aquarium näher am Stadtzentrum gebaut werden soll, um sich besser selbst finanzieren zu können.

Nun sind schon 24 Jahre vergangen, und der Neubau hat immer noch nicht angefangen. Tatsächlich ist es überhaupt eine große Frage, ob es überhaupt auf der 2500 Quadratmeter großen Fläche, vorgesehen fürs Aquarium, neben dem Strand Bacvica auf dem ehemaligen Gelände des Stadtbads, gebaut wird.

„Am intensivsten wurde über das Aquarium Ende der Neunziger nachgedacht, als der Bürgermeister noch Ivica Skaric hieß. In der Zeit hat auch das Ministerium für Wissenschaft, unter der Leitung von Ivo Kostovic, den Neubau stark unterstützt und war auch bereit sich am Neubau finanziell zu beteiligen. Aber mit der neuen Stadtverwaltung ist das Projekt Aquarium an der Bacvica leider in Vergessenheit geraten“, erinnert sich Dr. Ivona Marasovic, Direktorin des Instituts für Meereskunde und Fischerei.

„Ich glaube, das es schade ist das die Stadt Split, die eines der ersten Aquarien hatte, heute überhaupt keines mehr hat, während gleichzeitig viele Städte im Zentrum Aquarien eröffnen. Das Institut hat schon einen Plan gemacht für ein neues Aquarium, in dem die Becken thematisch behandelt werden, konzipiert mit unterstützenden Medien wie Souvenirläden, interessanten Büchern oder Filmen…

Außerdem kann das Institut auch experimentelle Aquarien ausleihen, in welchen die Tiere vorübergehend leben können, bevor sie in Ausstellungs-Aquarien gebracht werden können. Es wäre möglich dass mit einer Partnerschaft der Stadt und privaten Unternehmer das Projekt wieder aus der Sackgasse geführt werden könnte. Aber ich weiß nicht ob es in den heutigen schweren Zeiten überhaupt Sensibilität für diese Fragen gibt, oder Leute sich engagieren würden dafür“, fragt sich die Direktorin.

Einer von denen die sich engagiert haben um das neue Aquarium ist Stjepan Jukic Peladic, wissenschaftlicher Berater des Instituts im Ruhestand, und Stellvertreter des Umweltverbandes „Picigin-Bacvice“.

Er hat vor fast 20 Jahren eine Initiative gestartet das das Aquarium verlagert wird, und im Januar dieses Jahres hat er, nach Beschluss Ede Unkovics, Direktor von „Bacvice-Plaza“ auch wieder vorgeschlagen hat das städtische Aquarium zu eröffnen. Das heisst aber leider noch nicht das das Projekt aus der Sackgasse draussen sind.

„Seit er das Material bekommen hat, hat sich Unkovic nicht mehr gemeldet. Ich denke dass sich das Institut mehr anstrengen muss. Aber die Helden sind müde…“ fügte ironisch Jukic-Peladic und erwähnte, dass er das Projekt des Instituts für die Aquarien nicht gesehen hat, wie überhaupt nur wenige Leute.

„Das Projekt das wir vorschlagen, hätte neben dem Aquarium auch Schiffsmodelle von der Sammlung Bakotic. Es wäre auch gut wenn der ehemalige Präsident Stjepan Mesic einen Teil spendet, damit wir nicht sein Büro mit Staub füllen müssen. Das Aquarium von Dubrovnik, bei dessen Initiative ich auch dabei war, verdient um die 100.000 Kuna (ca. 14.000 €) jährlich und ist meistbesucht nach den Dubrovniker Wällen. Ins Spliter Aquarium müsste man um die 2 Millionen Kuna (ca. 285.000 €) investieren. Helfen würde eine öffentlich-private Initiative, aber die Stadt muss darüber entscheiden“, denkt Jukic Peladic, der damit rechnet das man jährlich zu dem Spliter Aquarium 200.000 Besucher anlocken könnte.

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