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Geschichten aus dem Palast: Kneipen, Restaurants und die Armut

25 Februar 2010 No Comment

Zwei Hauptstrassen im Palast waren Cardo und Decumanus. Cardo ist die Längsstrasse, die das Goldene Tor und das Peristyl miteinander verbinden, und durch den Keller kann man durch das Bronzene Tor ans Meer gelangen. Decumanus hat die Strasse gekreuzt und hat das Silberne mit dem Eisernen Tor verbunden.

In der Antike waren diese Strassen sehr breit, gesäumt mit Säulen und Veranden. Im Laufe der Jahrhunderte wurden sie jedoch durch neue Gebäude immer schmaler. Nahe des Goldenen Tores ist der Palast 1,5 Meter höher als in der Antike.

Die beiden Strassen waren bis ins zwanzigste Jahrhundert die einzigen beiden Strassen auf denen die Einwohner in den Palast gelangt sind. Laut Dusko Keckemet waren die Strassen berüchtigt für ihre Kneipen und Restaurants, die in sehr unhygienischen Zuständen waren und in denen alle armen Neuankömmlinge aus dem Land vom Hafen aus ankamen.

Nach dem 14. Jahrhundert wurde das Goldene Tor zugemauert und der Keller begraben. Damit gab es keine Verbindung mehr zwischen dem Goldenen und dem Bronzenen Tor und so verlor die ehemalige Strasse Cardo immer mehr an Wichtigkeit. Das Goldene wurde erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts eröffnet.

Hundert Jahre später wurde von Jerko Marasovic ein Projekt geleitet, bei dem das Peristyl in 3 Schritten auf das Niveau der Antike gesenkt wurde und der Durchgang durch den Keller wieder eröffnet wurde. Damit wurde ein beeindruckender Spazierweg eröffnet.

Mit den Treppen neben dem großen Gregor kommt man runter zum majestätischen Goldenem Tor, durch die man zwischen den romanisch und gotisch gebauten Wohnungen zum Peristyl gelangt. Dieser ist einer der am best erhaltenen Plätze der Antike und durch den herrlichen Keller kommt man an die Promenade. Nur wenige Städte auf der Welt können mit so vielen Sehenswürdigkeiten auf so wenigen Schritten prahlen.

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